Wegen Niedrigzinsen – Hunderttausende Kunden betroffen: Sparda-Bank kassiert jetzt richtig ab

Wegen Niedrigzinsen – Hunderttausende Kunden betroffen: Sparda-Bank kassiert jetzt richtig ab

Die Münchner Sparda-Bank ist eine der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Wie vielen Banken machen die Niedrigzinsen dem Geldhaus zu schaffen – die Belastung gibt Sparda nun in Form von höheren Gebühren an Privatkunden weiter. 

Nach 89 Jahren gibt die Sparda-Bank München ihr Versprechen eines kostenlosen Girokontos für alle auf. Besitzer des „Girokonto Klassik“ zahlen künftig 4,90 Euro pro Monat, für das Online-Girokonto werden 1,90 Euro fällig.

Überweisungen in Papierform kosten Kunden ab April 1,50 Euro. Ausgenommen von der Überweisungsgebühr sind Kunden mit einem „Girokonto Klassik“, Inhaber des „Girokonto Start“ und „Girokonto Online“ zahlen. Auch für die EC-Karte müssen Kunden künftig mehr berappen: Statt bislang fünf Euro im Jahr, werden bald zwölf Euro fällig.

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Sparda-Banken-Chef erklärt den Schritt

Auf Facebook erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank München, Helmut Lind (58), den Schritt: „Aktuell befindet sich die gesamte Bankenbranche in einem fundamentalen Umbruch. Ein Ende der Niedrig- beziehungsweise Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist nicht in Sicht. Das kostet viel Geld: Unsere Zinseinnahmen gehen deutlich zurück. Gleichzeitig müssen wir für unsere Einlagen bei der Europäischen Zentralbank Strafzinsen zahlen.“

Zudem eröffne die Digitalisierung laut Lind zwar enorme Möglichkeiten, doch sie würde auch hohe Innovationen erfordern, um neue Angebote umsetzen zu können. Die Entscheidung, die neuen Gebühren ab April zu erheben, sei der Münchner Sparda-Bank „sehr schwergefallen“, beteuert der Banken-Chef. Das Entgelt für das Girokonto sei jedoch notwendig, um die Zukunft der Bank zu sichern.

Kunden der Sparda-Bank diskutieren auf Facebook

Wie die „Bild„-Zeitung schreibt, sind von den neuen Gebühren rund 281.000 Kunden der Münchner Genossenschaftsbank betroffen. Alle Kunden wurden laut Sparda-Bank Ende Dezember angeschrieben und über die neue Kostenstruktur aufgeklärt.

Auf Facebook äußerten einige der Betroffenen unterdessen ihren Unmut über die neuen Gebühren: „Damit geht der letzte Vorteil der Sparda-Bank verloren. Zum 01.04. bin ich weg“, schreibt eine Kundin. „Na super 1,90 Euro im Monat und noch jährlich 12 Euro für die Karte. Also mich macht das schon wütend“, so eine weitere Userin.

Andere Kunden der Bank zeigen sich hingegen verständnisvoller: „Dafür was die Sparda-Bank alles Soziales leistet, ist das mehr als fair! Ein Kaffee-to-go ist meistens teurer und schadet mehr der Umwelt! Sparda ♥!“

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