„Passt nicht zur Strategie“: Philips will Haushaltsgeräte loswerden

„Passt nicht zur Strategie“: Philips will Haushaltsgeräte loswerden

Dienstag, 28. Januar 2020

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Philips prüft für seine Haushaltsgeräte alle Optionen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Bislang hat Philips ein breites Portfolio. Der Konzern liefert hoch spezialisierte Technik für Kliniken aber auch den Staubsauger für daheim und den Nasenhaarschneider. Das soll sich nun ändern. Die Niederländer stellen die Haushaltssparte ins Schaufenster.

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips will sich von seiner milliardenschweren Haushaltsgeräte-Sparte trennen. Das Geschäft habe einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Konzerns geleistet, sagte Konzernchef Frans van Houten weiter. Der Bereich „passe strategisch jedoch nicht zur Zukunft des Konzerns als ein führendes Unternehmen in der Gesundheitstechnologie“. Das Unternehmen will daher sämtliche Optionen für die Sparte, die mit Kaffeemaschinen oder Luftreiniger im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Euro umsetzte, prüfen.

Das Geschäft solle in den kommenden 12 bis 18 Monaten ausgegliedert werden, teilte das Unternehmen mit. Sobald ein Plan für die Abspaltung des Segments vorliegt, will der Konzern die Kaufangebote von potenziellen Interessenten prüfen. Für eine Einschätzung der damit verbundenen Kosten sei es derzeit jedoch noch zu früh. „Zu diesem Zeitpunkt halten wir uns alle Optionen offen“, sagte van Houten.

Derweil hat die Royal Philips Electronics im vierten Quartal 2019 mehr umgesetzt, unter dem Strich jedoch deutlich weniger verdient als erwartet. In den Monaten Oktober bis Ende Dezember blieben nach Anteilen Dritter 556 Millionen Euro in der Kasse. Vor einem Jahr waren es noch 673 Millionen gewesen. Analysten hatten laut einem vom Unternehmen veröffentlichen Konsens mit 602 Millionen Euro deutlich mehr erwartet.

Die Einnahmen summierten sich auf 5,96 Milliarden Euro, ein Anstieg auf vergleichbarer Basis um drei Prozent – ebenfalls weniger als erwartet. Für das laufende Jahr strebt der Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent an. Die bereinigte operative Marge (Ebitda) soll sich um rund 100 Basispunkte verbessern. Zudem rechnet das Management im Laufe des Jahres mit einer Verbesserung der Geschäftsdynamik.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts/dpa

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