Netflix-Serie „Unorthodox“: Die Befreiung

Netflix-Serie „Unorthodox“: Die Befreiung

Netflix-Serie „Unorthodox“:Die Befreiung

Mit 17 wurde Deborah Feldman in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde zwangsverheiratet. Als ihr Sohn drei Jahre alt war, flüchtete sie mit ihm nach Berlin. Nun ist ihr Leben verfilmt worden. Eine Entstehungsgeschichte.

Von Johanna Adorján

Strumpfsockig und in Pullover und Jeans öffnet einem Deborah Feldman an einem grauen Vormittag im Februar, also noch vor Corona-Zeiten, die Wohnungstür. Ein Altbau in Berlin-Wilmersdorf, Hinterhof, vierter Stock. Die Räume sind hell und freundlich, mit Berberteppichen und vielen Sitzgelegenheiten. Feldman, 1986 in New York geboren, lebt hier mit ihrem 15-jährigen Sohn, der gerade in der Schule ist, und mit einem zierlichen weißen Hund namens Paco, der wie ein Pfeil den Flur hin und her schießt. Was möchte man trinken? Kaffee, Tee, sie habe alles da. Während sie professionell wie ein Barista Milch für den Kaffee aufschäumt, unterhält sie einen. Sie hat dieses amerikanische Talent, sofort Nähe herzustellen. Binnen weniger Minuten tauscht man sich mit Deborah Feldman über Ärztegeheimtipps aus.

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