Kriegsmüdigkeit in der kurdischen Türkei: Auf dem Weg nach Diyarbakir

Kriegsmüdigkeit in der kurdischen Türkei: Auf dem Weg nach Diyarbakir



„Köpfe, menschenhoch, heruntergefallen von ihren Körpern“: Adlerstandbilder bewachten früher die Götterstatuen von Nemrud Dagi.

Bild: Imago

Alle sind hier müde vom Krieg: Eine Reise durch stille Tage der kurdischen Türkei, irgendwo zwischen Kampfzone und günstigem Tourismus. Ein Gastbeitrag.

Karin hatte Serpil in Nepal kennengelernt. Ein halbes Jahr später treffen wir sie am Flughafen von Malatya. Serpil ist Mitte vierzig, wirkt aber jünger. Ihre lackschwarzen Locken hat sie hochgebunden, über ihren nackten Schultern hängt ein Cowboy-Hut. Sie möchte uns etwas von ihrer kurdischen Heimat zeigen. „Mesopotamien-Tour“ nennt sie es.

Das Sommerhaus ihrer Eltern liegt inmitten von Feldern. Unter Bäumen lagern Mitglieder der Großfamilie. Auf den Terrassen trocknen Maulbeeren und zu Briefmarkengröße geschnittene Bohnen. Serpil führt in die Küche; eine Glasplatte auf dem Tisch schützt das Blumentuch. Die Schwägerin aus Samandag an der syrischen Grenze trägt ein Kopftuch, wie Frauen es tragen, wenn sie ihr Haar schützen mögen. Sie bringt gefüllte Auberginen, in Butter geschmorte Paprika, Bulgur und Huhn. Nach dem Essen reicht sie Kaffee aus Pistazienmus, süß und sahnig.



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