Kekserlass bei Siemens: Sollen sie doch Stollen essen

Kekserlass bei Siemens: Sollen sie doch Stollen essen



Dieses Bild stammt nicht aus einem Siemens-Büro, sondern aus der Thüringer Staatskanzlei.

Bild: ZB

Ein „Kekserlass“ treibt die Mitarbeiter bei Siemens um. Weihnachtsfeiern wurden abgesagt, heißt es. Die Angestellten sollen sparsam sein, weniger Kekse essen und Kaffee trinken. Keine ganz schlechte Idee eigentlich.

Jedes Jahr kommt er wieder, der Weihnachtsspeck: Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt hebt erst die Stimmung und dann das Gewicht. Eine Weihnachtsfeier reiht sich an die nächste, immerzu muss man essen. Zum Sport nach draußen will bei diesem Sauwetter sowieso niemand. Und dann stehen auf der Arbeit auch noch ständig Kekse und Süßigkeiten herum. Danke Santa!

Doch diese Zeiten sind nun vorbei, zumindest bei Siemens. Dort kann der Gürtel enger geschnallt werden – weil der Gürtel enger geschnallt wird. Die Vorgesetzten traktieren die Mitarbeiter mit Sparmaßnahmen, berichtet der „Spiegel“ am Freitag.

Die Weihnachtsfeiern wurden gestrichen, zumindest an einigen Standorten in Südwestdeutschland, heißt es in dem Bericht. Die Mitarbeiter sollen weniger Kaffee trinken – oder dünneren – und auch bei den Keksen ist Sparsamkeit angesagt. Aber das weiß man in Schwaben schließlich sowieso.

Siemens-Chef Joe Kaeser dagegen dürfte viele Kekse essen können. Kürzlich wurde bekannt, dass er im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung von 14,2 Millionen Euro erhalten hat. Damit dürfte er einer der bestverdienenden Manager im Leitindex Dax sein.

Intern nennen die Siemensianer die Sparmaßnahmen nun offenbar schon „Kekserlass“. Aber sie werden sich schon zu behelfen wissen. Sollen sie doch Stollen essen, oder eben abnehmen.

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