Kekserlass bei Siemens: Siemens mahnt Mitarbeiter zum Maßhalten bei Kaffee und Keksen

Kekserlass bei Siemens: Siemens mahnt Mitarbeiter zum Maßhalten bei Kaffee und Keksen


Siemens: Kekserlass kurz vor Weihnachten

Rainer Jensen/ DPA

Siemens: Kekserlass kurz vor Weihnachten

Ausgerechnet vor den Feiertagen traktieren Vorgesetzte beim Münchner Siemens-Konzern ihre Untergebenen mit Sparmaßnahmen. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wurden an einigen Standorten wie etwa in Südwestdeutschland die Weihnachtsfeiern gestrichen. Das geht aus einer Information der IG Metall an die Mitarbeiter hervor.

Auch beim Verbrauch von Kaffee und Gebäck sollten die Angestellten Maß halten. Die Anweisung wird intern bereits als „Kekserlass“ verspottet. Während Firmenchef Joe Kaeser zuletzt mit 14 Millionen Euro so gut verdient hat wie nie zuvor, sollen Mitarbeiter der digitalen Industriesparte teilweise kräftige Einkommenseinbußen hinnehmen. Einige von ihnen hatten in den vergangenen Jahren von einer tariflichen Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht und ihr Wochenpensum auf 40 Stunden aufgestockt. Jetzt sollen die Angestellten kürzertreten und nur noch 35 Stunden arbeiten.

„Für die Betroffenen bedeutet das massive Einbußen auf der Gehaltsabrechnung“, heißt es in dem Rundschreiben der Gewerkschaft, gerade zu Weihnachten sei das „doppelt unerfreulich“. Ein Siemens-Sprecher argumentiert, die Maßnahme sei mit dem Betriebsrat abgesprochen worden. Eine generelle Streichung von Weihnachtsfeiern gebe es nicht, auch der Konsum von Kaffee und Keksen sei weiterhin erlaubt.

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