Entwicklungsminister: Gerd Müller fordert Steuerfreiheit für fairen Kaffee

Entwicklungsminister: Gerd Müller fordert Steuerfreiheit für fairen Kaffee

Der Entwicklungsminister will die Kaffeesteuer auf fair gehandelte Sorten abschaffen. So könne der Wettbewerbsnachteil gegenüber Premium-Angeboten verringert werden.

Quelle: ZEIT ONLINE, KNA, akm

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Eine Frau erntet Arabica-Kaffeebohnen im Norden von Thailand.
© Paula Bronstein/​dpa

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die
Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelte Sorten gefordert. „Wir müssen
ein Signal setzen. Bei den Kaffeebauern kommt zu wenig Geld an“, sagte Müller bei seiner Äthiopien-Reise dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wenn wir
die Steuer abschaffen, könnte ein 500-Gramm-Päckchen fair gehandelter Kaffee,
das heute noch etwa sieben Euro kostet, für 1,10 Euro weniger angeboten werden“.

Fair gehandelter Kaffee werde zwar auch dann preislich nicht
mit den Dumping-Angeboten der Discounter mithalten können, so Müller weiter.
Aber der Wettbewerbsnachteil gegenüber konventionellen Premium-Angeboten könnte
verringert werden.

Zuletzt hatte Deutschland etwa eine Milliarde Euro über die
Kaffeesteuer eingenommen. Eine Steuerfreiheit für fair gehandelte Sorten würde
nach Berechnung des Entwicklungsministeriums Mindereinnahmen von 110 Millionen
Euro jährlich nach sich ziehen.

„Deutschland ist eines der wenigen Länder, die überhaupt
Kaffeesteuer erheben. Ich bin dafür, dieses Instrument zu nutzen, um für mehr
Nachhaltigkeit in der Kaffeeproduktion zu sorgen“, sagte Müller. „Wir brauchen
bei zertifiziertem Kaffee zusätzlich einen Mindestabnahmepreis von zwei Dollar
pro Pfund“.

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