Einfuhrzölle lassen Gewinn von Harley Davidson schrumpfen

Einfuhrzölle lassen Gewinn von Harley Davidson schrumpfen

Europäische Einfuhrzölle und schrumpfende Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt USA haben dem Hersteller von Kultmotorrädern einen Gewinnrückgang eingebrockt.

Während der Absatz des Motorradherstellers Harley Davidson im abgelaufenen Jahr um gut sechs Prozent auf 214.000 Fahrzeuge fiel, brach der Betriebsgewinn um ein Drittel auf 290 Millionen Dollar ein. Die operative Rendite schrumpfte auf 6,3 Prozent von 8,5 Prozent im Vorjahr. Dabei schlugen auch Restrukturierungskosten zu Buche. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Harley Davidson eine Stabilisierung in Aussicht.

Weitere Firmennachrichten:

KFW  Die staatliche deutsche Förderbank will in diesem Jahr mehr Kredite für Klimaschutzprojekte vergeben. Ab März würden Mittelständlern zinslose Darlehen angeboten, um Investitionen in Öko-Projekte zu erleichtern, sagte KfW-Chef Günther Bräunig. Im vergangenen Jahr ging die Nachfrage nach Förderkrediten der KfW in Deutschland auf 43,4 Milliarden (2018: 46,0 Milliarden) Euro zurück. Dagegen erreichte das Fördervolumen in der Export- und Projektfinanzierung mit 22,1 (17,7) Milliarden Euro ein Rekordwert.

PFIZER: Der US-Pharmariese leidet nach dem Verlust des Patents für sein Schmerzmittels Lyrica im vergangenen Jahr unter zunehmenden Wettbewerbsdruck durch günstigere Nachahmermedikamente. Im vierten Quartal fiel der Umsatz von Pfizer um neun Prozent auf 12,69 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust sank derweil um 14 Prozent auf 337 Millionen Dollar. Bereinigt um Sonderposten erzielte Pfizer einen Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar nach 3,75 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

BORGWARNER: Der US-Autozulieferer will die britischen Delphi übernehmen. Gemäß der von beiden Konzernen getroffenen Vereinbarung sollen die Delphi-Aktionäre je Anteilsschein 0,4534 BorgWarner-Stammaktien erhalten. Das Angebot bewerte Delphi, die elektronische Steuermodule fertigen, mit 3,3 Milliarden Dollar. BorgWarner kommt auf eine Marktkapitalisierung von rund 7,9 Milliarden Dollar und stellt unter anderem Automatikgetriebe, Turbolader, Abgassysteme und Thermostate her.

JUST EAT: Der britische Lieferservice liefert künftig Burger von McDonald’s in Großbritannien und Irland aus. Das vor der Übernahme durch die niederländische Takeaway stehende Unternehmen werde zum zweiten Essenslieferant der Fast-Food-Kette nach Uber Eats. Im vergangenen Jahr steigerte Just Eat in seinem größten Markt Großbritannien die Zahl der Bestellungen um acht Prozent. Das war aber weniger als die Hälfte des 17-prozentigen Wachstums aus dem Vorjahr. Der gesamte Umsatz lag 2019 vorläufigen Zahlen zufolge bei rund einer Milliarde Pfund, der Kerngewinn bei etwa 200 Millionen Pfund (236 Millionen Euro). Das liegt am oberen Ende der anvisierten Spanne von 185 bis 205 Millionen Pfund.

HOCHTIEF: Der Essener Baukonzern ist über ein Gemeinschaftsunternehmen an einem Großauftrag in den Niederlanden beteiligt. Das Gemeinschaftsunternehmen, das auch lokale Baufirmen umfasst, habe sich den Auftrag zum Ausbau von Autobahnen nahe Arnheim mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro gesichert. Unter anderem solle die Autobahn A15 um ein zwölf Kilometer langes Teilstück verlängert werden. Zudem müssten auch noch Brücken und Lärmschutzwände errichtet werden. Der Vertrag umfasse auch Betrieb und Wartung der Strecke bis zum Jahr 2044. Die Arbeiten sollen Ende des Jahres beginnen.

TATA: Die indische Tata-Gruppe, zu der auch der gleichnamige Autobauer und die britische Luxusmarke Jaguar Land Rover gehören, will in großem Stil in die Elektromobilität einsteigen. Dazu plant der Mischkonzern mit Aktivitäten in der Stahlherstellung, der Chemie und der Energieversorgung den Bau von E-Fahrzeugen, den dafür nötigen Batterien, einem Netz an Ladestationen sowie einer Recyclinganlage für ausgediente Akkus. Ziel ist es, ein Ökosystem für saubere Mobilität in dem Land aufzubauen, das unter der starken Luftverschmutzung in großen Metropolen leidet. Den Anfang macht der Elektro-SUV Nexon, den Tata Motors in Mumbai präsentierte.

APPLE: Die geplante Steigerung der iPhone-Produktion des Technologiekonzerns von zehn Prozent könnte durch den Ausbruch des Virus laut einem Medienbericht gebremst werden. Die ab der dritten Februarwoche geplante Massenproduktion der Geräte könnte sich wegen des Virusausbruchs verzögern, berichtete „Nikkei Asian Review“. Apple hatte seine Zulieferer, von denen viele über Fertigungszentren in China verfügen, beauftragt, im ersten Halbjahr 80 Millionen iPhones zu produzieren, wie Nikkei unter Berufung auf Insider berichtete. Apple wollte sich zunächst nicht äußern.

BANKIA: Die anhaltend niedrigen Leitzinsen in der Euro-Zone setzen dem spanischen Geldhaus zu. Der Gewinn ging 2019 um fast ein Viertel auf 541 Millionen Euro zurück, wie Bankia mitteilte. Im vierten Quartal stand ein Verlust von 34 Millionen Euro zu Buche. Das war zwar weniger als im selben Zeitraum 2018, allerdings hatten Analysten mit einem deutlich geringeren Minus gerechnet. Die spanische Regierung hatte Bankia während der Finanzkrise mit 22,4 Milliarden Euro gestützt. Der verbliebene Staatsanteil von knapp 62 Prozent soll bis Ende 2021 verkauft werden.

SWEDBANK: Gestiegene Kosten im Zusammenhang mit dem Geldwäscheskandal im Baltikum haben dem schwedischen Institut einen Gewinnrückgang im vierten Quartal eingebrockt. Der Nettogewinn fiel um 3,5 Prozent auf 4,43 Milliarden Kronen (umgerechnet 419 Millionen Euro), wie die Bank mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Die Swedbank investiert in den Ausbau ihrer internen Kontrollen zur Vermeidung von Geldwäsche. Dem Institut wird vorgeworfen, von 2010 bis 2016 verdächtige Transaktionen über ihre Filiale in Estland abgewickelt zu haben.

SARTORIUS: Der Göttinger Laborausrüster hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Gewinn gemacht. Unter dem Strich fuhr Sartorius nach vorläufigen Zahlen gut 209 Millionen Euro ein, ein Zuwachs von fast einem Fünftel. Das Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte um gut 22 Prozent auf knapp 496 Millionen Euro. Sartorius setzte 1,83 Milliarden Euro um, fast 17 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Währungsbereinigt lag der Zuwachs bei 14,8 Prozent, womit das Unternehmen das obere Ende seiner Umsatzprognose erreichte. Sartorius profitierte vor allem von einem starken Geschäft mit Technologien für die Produktion biopharmazeutischer Medikamente. 2020 strebt der Konzern zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzplus von zehn bis 13 Prozent an. Die operative Rendite (Ebitda-Marge) soll bei etwa 27,5 Prozent nach 27,1 Prozent im Vorjahr liegen.

ZOOPLUS: Der Online-Tierfutter-Händler hat seinen Umsatz um vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro gesteigert. Damit landete Zooplus am unteren Ende der eigenen Planungen, die einen Zuwachs von 14 bis 18 Prozent vorgesehen hatten, wie das Unternehmen mitteilte. Im vierten Quartal sei der Umsatz ebenfalls um 14 Prozent auf den Rekordwert von 419 Millionen Euro gestiegen. Von Oktober bis Dezember seien 823.000 Kunden hinzugekommen, im Gesamtjahr hat Zooplus nach eigenen Angaben 3,1 Millionen Kunden gewonnen. Angaben zum Gewinn will das Unternehmen am 25. März machen.

PHILIPS: Der niederländische Medizintechnikkonzern will sich von seiner milliardenschweren Haushaltsgeräte-Sparte trennen. Das Geschäft solle in den kommenden zwölf bis 18 Monaten ausgegliedert werden, teilte Philips mit. „Dieses Geschäft ist nicht strategisch geeignet für unsere Zukunft als führendes Unternehmen in der Gesundheitstechnologie“, erklärte Philips-Chef Frans van Houten. Der Konzern wolle daher sämtliche Optionen für die Sparte, die mit Kaffeemaschinen oder Luftreiniger im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Euro umsetzte, prüfen.

SGS: Der Schweizer Inspektions- und Prüfkonzern hat seinen Gewinn 2019 dank dem Verkauf eines Teilbereichs halten können. Unter dem Strich verdiente SGS 702 Millionen Franken, 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Aktionäre des Weltmarktführers aus Genf sollen 80 Franken Dividende je Aktie erhalten – zwei Franken mehr als im Vorjahr. Im laufenden Jahr peilt SGS weiterhin ein solides organisches Umsatzwachstum, mehr Zukäufe und eine Verbesserung der operativen Marge auf über 17 (2019: 16,1) Prozent an.

WHIRLPOOL: Der US-Küchengeräte-Hersteller hat im abgelaufenen Quartal Gewinne eingefahren. Der Nettogewinn stieg im vierten Quartal auf 288 Millionen Dollar von 170 Millionen Dollar im Jahresvergleich. Whirlpool gab an, dass die Kosten für verkaufte Produkte um fast 8 Prozent auf 4,33 Milliarden Dollar gesunken seien. Der Eigentümer von Marken wie KitchenAid und Maytag erhöhte die Preise im Jahr 2019 zweimal, da die US-Zölle auf importierten Stahl und Aluminium, beides Hauptkomponenten in den Produkten des Unternehmens, die Produktionskosten in die Höhe trieben. Ohne Posten verdiente das Unternehmen 4,91 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Schätzung von Analysten in Höhe von 4,27 Dollar. Das Unternehmen erwarte für das Gesamtjahr 2020 einen Gewinn zwischen 16 und 17 Dollar pro Aktie. Der Mittelwert liegt damit über der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 16,34 Dollar, wie aus IBES-Daten von Refinitiv hervorgeht.

(Reuters)

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