„Die Grünen sind eine faule Partei geworden“

„Die Grünen sind eine faule Partei geworden“

Am Starnberger See, ein Sonnentag im frühen Herbst, Frau Schneider hat Kaffee gekocht, Filterkaffee, „so wie man das früher kannte“. Dazu gibt es Kekse und Küchlein.

Wolf Schneider sieht nicht schlecht aus. Immerhin ist er schon 94. Er ist hochgewachsen, galt lange als Typ Herrenreiter, mit dem Hochmut und der Selbstgefälligkeit eines Mannes, der sich immer ein rassigeres Pferd und einen teureren Stallburschen leisten kann als alle anderen. Einer, der gern herausfordert und reizt. Als Moderator der „NDR Talkshow“ hatte er einen Gast einmal als „Arschloch“ vorgestellt. „Da bin ich heute noch stolz drauf.“

Von Schneiders Terrasse geht der Blick ins Alpenvorland und auf die Alpen selbst, Garmisch und die Zugspitze sind nicht weit. Das ist seine Welt, nicht Hamburg (wo er lange gelebt hat), nicht Berlin (wo er lange gelebt hat), sondern: die Berge. In allen Ausprägungen. Er ist der Typ, der gern hochsteigt. Kann ruhig etwas schwieriger sein. Eines seiner Lieblings-Aperçus: „Qualität kommt von Qual.“ Solche Sätze schließt er gern ab mit der Bemerkung: „Ende der Durchsage.“

Was hält er von Greta Thunberg? „Fridays for future ist gut gemeint. Aber Greta ist doch ungeheuer naiv. Sie hat keine Chance, etwas auszurichten in der Welt. Kann sie Herrn Trump beeinflussen? Oder diesen Herrn in China? Wohl kaum. USA und China sorgen allein für die Hälfte des Umweltdrecks auf der Erde.“

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