Das Beste lesen mit F+: Billiger Wein und perfekter Espresso

Das Beste lesen mit F+: Billiger Wein und perfekter Espresso

Liebe Leserin, lieber Leser, gleichgültig, welche Wellen das politische Geschehen in Washington oder Erfurt gerade schlägt, der Blick auf die beliebtesten Texte in unserem F+Angebot für FAZ.NET komplett zeigt immer wieder, dass Sie im Alltag – zum Glück – auch noch ganz andere Dinge umtreiben. Das hat selbstverständlich häufig mit finanziellen Fragen zu tun, zur Altersvorsorge zum Beispiel, wofür die Stücke von Volker Looman stehen (die Sie übrigens gesammelt hier finden), oder zu Fragen rund um den Erwerb von Haus und Wohnung (wozu der Kollege Dyrk Scherff eine dezidierte Meinung hat). In dieser Woche waren es aber obendrein Texte rund um Wein, Espresso und gutes Brot, die Ihr Interesse auf sich gezogen haben – und darauf weise ich alle anderen, die diese Stücke übersehen haben, in diesem F+Newsletter gerne hin.

Carsten Knop

Mit Blick auf den Text von Paula Lochte über eine amerikanische Technikjournalistin, die ein Jahr lang als Sommelière gearbeitet hat, geht mir ein Abendessen von vor vielen Jahren durch den Kopf. Es war eine eher kleinere Runde von gut situierten Ansprechpartnern aus Politik, Wirtschaft und Sport. Einige kannten sich, andere nicht – und das Gesprächsthema zum Einstieg war Wein. Soweit, so gut. Nun ist es hoffentlich kein Offenbarungseid, wenn man im Prinzip zwei Lieblingsweinbauregionen (Napa Valley und Rheingau) hat, was sich wiederum einfach mit früheren und heutigen Lebensumständen begründen lässt. Das Schlechte ist, wenn man danach mit seinem Wein-Latein am Ende ist, von links und rechts der Rhône nicht wirklich Ahnung hat, und auch das zugehörige Vokabular schnell an seine Grenzen stößt.

Wer immer also schon einmal in einer vergleichbaren Situation war, für den ist das Gespräch mit eben jener Sommelière genau das Richtige. Hier sind ein paar Lieblingsstellen: „Letztens wurde mir ein Champagner als strahlend vor prickelnder Neugierde angepriesen.“ „Viele denken, um Weinexperte zu werden, müsste man als Erstes Anbaugebiete und Rebsorten pauken. Eigentlich fängt es viel grundlegender an: Man muss lernen, zu riechen und zu schmecken.“ „Billiger Wein ist wie American Cheese: total unterschätzt.“ Und: „Ich habe eine Schwäche für deutschen Riesling.“ Zum Wohle, kann ich da nur sagen.

Und danach? Ein Espresso. Wie aber bereitet man den perfekten Espresso zu? Anders, als die meisten denken – wenn es nach manchen Wissenschaftlern geht. Sie wollen, dass es gröber und kürzer wird. Unser Technik- und Kaffeefachmann in der Redaktion, der Kollege Marco Dettweiler, hat sich in diesem Stück einmal angeschaut, was davon zu halten ist. Für andere Fachleute: Sie werden begeistert sein. Für Durchschnitts-Espresso-Trinker: Sie werden staunen, worauf man alles achten muss. Es handelt sich wahrlich nicht einfach um eine kleine Tasse Kaffee.

Kommen wir zum guten Brot: Im Rhein-Main-Gebiet gibt es eine Biobäckerei mit dem Namen Kaiser, die einen Teil ihres Gewinns mit Mitarbeitern und Bauern teilt. Für den Unternehmenschef gehört das zum Geben und Nehmen in einem fairen Wirtschaftsleben. Petra Kirchhoff, Redakteurin in unserer Rhein-Main-Zeitung, hat mit Volker Schmidt-Sköries zusammengesessen und gut zugehört. Denn seine Ideen dazu, wie er sein Unternehmen in ethischen Fragen weiter voranbringen will, sprudeln nur so. „Fünf Prozent Rendite ist genug“, sagt der Unternehmer. „Darüber fängt die Gier an.“ Und deshalb verteilt das Unternehmen für das vergangenen Jahr 600 000 Euro vom Gewinn an seine Mitarbeiter und Zulieferer. Die Bauern bekommen, verteilt über eine Erzeugergemeinschaft, zusätzlich 100 000 zu den 50 000 Euro, die sie ohnehin schon über Marktpreis verdienten. Er habe Sorge um sie, sagt Schmidt-Sköries. Den Klimawandel mit nahe beieinanderliegenden Phasen von Trockenheit und Starkregen bekämen viele seiner Lieferanten bereits zu spüren. Was die Mitarbeiter bekommen – und wie das bei den Kunden ankommt, lesen Sie hier.

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Ihr Carsten Knop

Chefredakteur Digitale Produkte

Frankfurter Allgemeine Zeitung



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