Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 25. März – RTL Online

Coronavirus-Chronik mit Entwicklungen vom 25. März – RTL Online

Kampf gegen das Coronavirus

Alle aktuellen Nachrichten rund um das Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker

Deutschland kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 – und braucht dabei mehr Tempo. Deshalb hat die Bundesregierung radikale Maßnahmen verhängt, die den Alltag der Bundesbürger extrem einschränken. Im Video zeigen wir, wie sich die Menschen in Deutschland gegenseitig in der Krise helfen. Mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

TVNOW-Doku: Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der TVNOW-Doku „Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus“.

23:51 Uhr – Aktuelle Zahlen: Mehr als 460.000 Infizierte weltweit

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
Italien                         74.386         7.503 
USA                         65.174             921
Spanien                 49.515         3.647 
Deutschland           37.323            206
Frankreich                25.600         1.333 
Weltweit              466.836        21.162 

Die UNO nennt die Corona-Pandemie heute eine „Bedrohung für die gesamte Menschheit“ und die Zahlen legen das nahe. Innerhalb des letzten Tages wurden fast 50.000 neue Fälle gemeldet. In Deutschland sind es fast 5.000 mehr Infizierte als noch gestern. Ein Abnahme der Neu-Infektionen scheint nicht in Sicht.

23:27 Uhr – Gericht lehnt Freilassung von Julian Assange ab

ARCHIV - 01.05.2019, Großbritannien, London: Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, verlässt das Gericht. (zu dpa:Wikileaks-Gründer Assange hofft wegen Coronavirus auf Freilassung) Foto: Matt Dunham/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +

Wikileaks-Gründer Julian Assange

© dpa, Matt Dunham, rc lil bsc kno htf pil gfh jai k

Die Anwälte von Wikileaks-Gründer Julien Assange sorgen sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus um die Gesundheit ihres Mandanten. Er sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders gefährdet, so die Anwälte. Sie stellten daher einen Antrag auf Freilassung auf Kaution. Doch daraus wird nichts, der Antrag wurde von einem Londonder Gericht am Mittwoch abgelehnt.

Hier können sie den ganzen Artikel lesen.

23:02 Uhr – NHL verschiebt Draft und weitere Termine auf unbestimmte Zeit

Die NHL verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie wichtige Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit. Wie die beste Eishockey-Liga der Welt mitteilte, sind davon die Talentsichtung, die Talentauswahl (der sogenannte Draft) und die Vergabe der NHL Awards betroffen. Alle drei Termine waren für Juni geplant. Die Liga begründete die Entscheidung mit der Unsicherheit durch die Corona-Pandemie. Die NHL-Saison ist derzeit unterbrochen und wird frühestens Mitte Mai fortgesetzt.

22:57 Uhr – Rumänien will alle Bewohner von Ballungsräumen auf Corona testen

In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache am Mittwochabend an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen. Die Gesamtzahl der für die Tests vorgesehenen Bürger stand zunächst nicht fest, weil die Regionen noch nicht genau definiert waren. Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest „mindestens zwei, maximal fünf Millionen“ Test-Sets gebraucht. Nächste Woche erwarte man den Import von etwa 180.000 Tests.

22:50 Uhr – „Wohnzimmer“-Konzert mit Billie Eilish und Elton John in Corona-Krise

Musikstars wie Billie Eilish, Mariah Carey, Tim McGraw, Alicia Keys und die Backstreet Boys wollen während der Coronavirus-Krise für einen guten Zweck in ihren eigenen vier Wänden ein Konzert geben. Der britische Superstar Elton John (73, „I’m Still Standing“) werde die „Wohnzimmer“-Aktion unter dem Namen „iHeartRadio Living Room Concert for America“ moderieren. Demnach werden die Künstler in ihren Wohnzimmern alleine auftreten und sich dabei selber mit dem Smartphone filmen. Musiker und Zuschauer werden während des Konzerts aufgerufen, für Notdienste zu Spenden, die in der Coronavirus-Krise im Einsatz sind.

22:35 Uhr – Polizei-Roboter kontrolliert Ausgangsbeschränkungen in Tunis

Ein kleiner, gepanzerter Roboter fährt durch fast menschenleere Straßen und hält die wenigen Fußgänger an, die sich noch draußen aufhalten. Um die wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren, setzt die tunesische Polizei einen Roboter in der Hauptstadt Tunis ein. Gesteuert wird das Fahrzeug von einer Einsatzzentrale aus, wie in einem am Mittwoch veröffentlichten Video des tunesischen Innenministeriums zu sehen ist.

Über Kameras kontrollieren die Polizisten die Identitäten der Passanten und fragen nach, weshalb sich die Personen auf der Straße aufhalten. In dem nordafrikanischen Land gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Tagsüber dürfen die Menschen nur noch in Einzelfällen das Haus verlassen, ab 18 Uhr gilt eine landesweite Ausgangssperre. Nach offiziellen Angaben sind in Tunesien 173 Fälle des neuartigen Coronavirus registriert.

22:25 Uhr – Kilometerlanger Lastwagenstau an der bulgarisch-türkischen Grenze

An Bulgariens Grenze zur Türkei hat sich eine 45 Kilometer lange Schlange wartender Lastwagen gebildet, die auf dem Weg in die Türkei sind. Grund seien die Gesundheitskontrollen der Türkei wegen der Coronavirus-Pandemie, berichtete das bulgarische Staatsfernsehen am Mittwochabend. Fernfahrer harrten seit Tagen auf der bulgarischen Seite der Grenze beim Grenzübergang Kapitan Andreewo aus. Sie seien durch das bulgarische Rote Kreuz mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt worden.

Um die Notlage zu lindern, will Bulgarien nun einen einstigen Militärflughafen in der südöstlichen Region Haskowo zum Lastwagen-Parkplatz umfunktionieren. Er soll Platz für 3000 Lastwagen sowie sanitäre Einrichtungen bieten.

22:15 Uhr – Macron verspricht massive Investitionen ins Gesundheitswesen

Der französische Präsident Emmanuel Macron will massiv in das öffentliche Gesundheitssystem investieren. Sobald diese Krise vorbei sei, werde es einen umfassenden Investitionsplan und bessere Berufschancen im Krankenhauswesen geben, sagt Macron bei einem Besuch in Ostfrankreich. Dort breitet sich das Coronavirus derzeit rasant aus. Das französische Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps. Zudem habe er entschieden, das Militär einzusetzen, um die Bevölkerung zu unterstützen, sagt der Präsident.

22:10 Uhr – Leichtathletik-EM in Paris steht auf dem Prüfstand

Die für Ende August in Paris geplanten Leichtathletik-Europameisterschaften stehen auf dem Prüfstand. Zwar laufen die Vorbereitungen auf die Wettkämpfe vom 25. bis 30. August planmäßig weiter, der Kontinentalverband European Athletics (EA) hat angesichts der Corona-Krise nun allerdings eine Untersuchung alternativer Szenarien für die Ausrichtung angefordert. Diese würden auch eine „mögliche Verschiebung“ der EM beinhalten, teilte die EA am Mittwoch nach einer Videokonferenz ihres Exekutivkomitees mit.

Das lokale Organisationskomitee (LOC) wurde aufgefordert, zeitnah eine detaillierte Machbarkeitsstudie für die Veranstaltung in der französischen Hauptstadt durchzuführen. Aus einem Update des LOC zu den aktuellen Vorbereitungen gehe hervor, dass dessen Arbeit stark beeinträchtigt werde, weil in Frankreich derzeit nicht wesentliche öffentliche Aktivitäten durch die weltweite Coronavirus-Pandemie ruhen.

21:50 Uhr – Mehr als 1000 Medizin-Studierende melden sich für freiwillige Corona-Hilfe

Nach einem Aufruf zum freiwilligen Dienst in der Corona-Krise haben sich in wenigen Tagen mehr als 1000 Studierende der Universitätsmedizin Mainz gemeldet. „Das ist eine großartige Reaktion, mit der wir in dieser Größenordnung nicht gerechnet haben“, erklärte der Dekan der Universitätsmedizin, Ulrich Förstermann, am Mittwoch. Das Meldeportal „Ich will helfen“ wurde in der vergangenen Woche gestartet. Schon am ersten Tag registrierten sich dort nach Angaben der Hochschule 300 junge Menschen.

Der Aufruf richtete sich an Studierende der Human- sowie der Zahnmedizin. Gefragt sind Tätigkeiten und Qualifikationen wie Gesundheits- und Krankenpflege, Intensivpflege, Kenntnisse bei der Betreuung von Beatmungsgeräten sowie telefonische Beratung von Patienten. Die Helfer werden gemäß ihrer Qualifikation entlohnt.

21:44 Uhr – Berliner Senat denkt über vorübergehende Tegel-Schließung nach

Für den Flughafen Tegel zeichnet sich eine vorübergehende Schließung aufgrund des neuartigen Coronavirus ab. „Also ich werde hier nicht das Versprechen abgeben, dass zum Beispiel Tegel oder eine andere Betriebsstätte des Flughafens nicht temporär geschlossen wird“, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Zuvor hatte der rbb über eine mögliche Schließung berichtet. Aus Fraktionskreisen hieß es, derzeit werde geprüft, wie schnell die Flughafengesellschaft von der sogenannten Betreiberpflicht entbunden werden könne. Das Land Berlin ist zu mehr als einem Drittel an den Hauptstadt-Flughäfen Schönefeld und Tegel beteiligt.

Der restliche Flugverkehr würde im Falle einer Schließung auf den zweiten Standort Schönefeld umgeleitet werden. Unklar war zunächst, ob sich der Bund als weiterer Gesellschafter von einem Betriebsstopp in Tegel überzeugen lässt. Schließlich starten von dort die Regierungsflieger. Hintergrund sind die massiven Einbrüche bei den Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent an den Berliner Flughäfen aufgrund von Sars-CoV-2.

21:07 Uhr – Aktuelle Zahlen: Mehr als 37.000 Infizierte in Deutschland

Die Johns Hopkins Univeristy meldet jetzt über 37.300 Corona-Fälle in Deutschland. Besonders hohe Zahlen haben nach Angaben der dpa Nordrhein-Westfalen mit fast 9700 Fällen sowie Bayern mit fast 7.300 und Baden-Württemberg mit mehr als 7.200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Die aktuellsten Zahlen für Ihr Bundesland können Sie hier in unserer Grafik nachschauen.

Mehr als 200 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Die aktuellen Zahlen weltweit:

  • 81.661 China
  • 74.386 Italien
  • 62.086 USA
  • 47.610 Spanien
  • 37.323 Deutschland
  • 27.017 Iran
  • 25.583 Frankreich
  • 10.897 Schweiz
  • 9.137 Südkorea
  • 8.365 Großbritannien

20:45 Uhr – Krankenwagen mit Corona-Patienten in Spanien mit Steinen beworfen

Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch. Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten und zum Teil an Covid-19 erkrankten Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Die Protestler hätten auch versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem auf der Straße quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an der Weiterfahrt zu hindern. In der Nacht zum Mittwoch hätten dann rund 50 Menschen vor der Residenz erneut protestiert. Sie hätten Drohungen ausgestoßen und Müllcontainer in Brand gesetzt. Aus Nachbarhäusern seien zudem Sprengkörper auf das Wohnheim geworfen worden. Zwei Männer wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

20:30 Uhr – Saarburg: 19-Jähriger täuscht Corona-Erkrankung vor und hustet Menschen an

Geschmackloser Scherz an einer Tankstelle in Saarburg (Rheinland-Pfalz). Ein 19-Jähriger hat dort Augenzeugen zufolge eine Kassiererin und Kunden angehustet und ihnen gesagt, er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine fiese Masche, die in Deutschland immer mehr Nachahmer findet. Eine Überwachungskamera filmte ihn – kurz darauf bekam er Besuch von der Polizei. 

Statt dankbar dafür zu sein, dass Menschen wie die Kassiererin trotz Infektionsgefahr weiterarbeiten, verunsicherte der Mann die Frau. Mit Lackierermaske im Gesicht lief er durch den Tankstellten-Shop und hustete dabei immer wieder. Die Mitarbeiterin wandte sich völlig verunsichert an ihre Chefin, die rief die Polizei und erstattete Anzeige. Im Video erzählt die Tankstellenpächterin, wie sie die Situation erlebte.

20:25 Uhr – Mehr als 25.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2.933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.

20:19 Uhr – Mobilfunkanbieter wollen EU-Kommission Ortsdaten zur Verfügung stellen

Die Deutsche Telekom, Vodafone, Orange und fünf weitere Mobilfunkanbieter sind bereit, ihre Ortsdaten der EU-Kommission zur Verfügung zu stellen. So solle die Verbreitung des Coronavirus verfolgt werden, teilt die Lobbygruppe der Mobilfunkanbieter GSMA mit. Vertreter der Konzerne sowie von Telefonica, Telecom Italia, Telenor, Telia und A1 Telekom Austria trafen am Montag mit EU-Industriekommissar Thierry Breton zusammen. Die EU-Kommission will anonymisierte Daten verwenden. Allerdings gibt es zunehmend Kritik, dass Regierungen die Mobilfunkdaten nutzen wollen, um die Einhaltung einer Quarantäne und das Bewegungsprofil Infizierter zu kontrollieren.

19:56 Uhr – „Triage“ auch bald in Deutschland? Ärzte stellen sich auf schwierige Entscheidungen ein

Die Lage in den deutschen Krankenhäusern spitzt sich in der Corona-Epidemie weiter zu. Ärzte stellen sich einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge darauf ein, dass sie über Leben und Tod entscheiden müssen, wenn die Anzahl an Intensivbetten oder Beatmungsgeräten nicht mehr ausreichen sollte. Für diesen Fall haben sieben medizinische Fachgesellschaften einen Katalog mit Handlungsempfehlungen verabschiedet – und finden dabei drastische Worte: Es sei „wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen, die ihrer bedürfen“. Das heißt: Wenn die Corona-Epidemie sich weiter verschlimmert, können nicht mehr alle Patienten versorgt werden. Dadurch entstehen schwierige Entscheidungskonflikte für die Ärzte.

19:44 Uhr – Merkel noch bis mindestens Anfang nächster Woche in Quarantäne

Die häusliche Corona-Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird noch mindestens bis Anfang nächster Woche dauern. Auch beim zweiten Test auf das neuartige Coronavirus sei bei Merkel keine Infektion festgestellt worden, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. „Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.“

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte schon zuvor gesagt, der Kanzlerin gehe es gut. Sie führe ihre Dienstgeschäfte von zu Hause aus. Merkel stehe auch im engen Kontakt mit den Kabinettsmitgliedern und ihren Mitarbeitern. An diesem Donnerstag will sie an einem Video-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte (G20) zur Corona-Krise (13.00 Uhr) und an einem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zur Bekämpfung der Pandemie im gleichen Format (15.00 Uhr) teilnehmen.

19:40 Uhr – WHO-Chef Tedros warnt vor zu früher Aufhebung der Maßnahmen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. „Das Letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

US-Präsident Donald Trump will die Beschränkungen möglichst schon Ostern, also in zweieinhalb Wochen, wieder aufheben. Die Folgen der Schutzmaßnahmen für die Wirtschaft würden verheerender als die Auswirkungen der Pandemie, sagte er am Dienstag dem Sender Fox News. „Diese Medizin ist schlimmer als das Problem.“

Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. Er appellierte an alle Länder, die Zeit zu nutzen, um ihre Gesundheitskapazitäten auszubauen, mehr Tests zu produzieren, zusätzliche Einrichtungen für die Behandlung von Infizierten herzurichten und klare Regeln für die Quarantäne jener Menschen zu entwickeln, die sich vielleicht infiziert haben.

19:28 Uhr – War die Champions League-Partie Atalanta Bergamo vs. FC Valencia eine „biologische Bombe“?

Der italienische Fußballklub Atalanta Bergamo zieht erstmals ins Viertelfinale der Champions League ein, doch der Jubel ist verklungen. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Valencia wird noch vor mehr als 44.000 Fans ausgetragen – wirkte es als Brandbeschleuniger für die Coronavirus-Pandemie? Italienische Medien brandmarken die Partie mittlerweile als „Spiel null“. „La Republicca“ schreibt von einer „Explosion der Ansteckungen“, der „Corriere della Sera“ gar von einer „biologischen Bombe“. Die Hintergründe dazu lesen Sie hier.

Die wichtigsten Videos zur Corona-Krise finden Sie hier

19:19 Uhr – G7-Länder können sich nicht auf gemeinsame Corona-Leitlinien einigen

Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten haben sich in einer Videokonferenz nicht auf gemeinsame Leitlinien für den Kampf gegen das Corona-Virus einigen können. Hauptgrund: Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, in einer möglichen Abschlusserklärung der G7 die chinesische Herkunft des Virus zu betonen.

US-Außenminister Mike Pompeo warf China am Mittwoch nach den Beratungen vor, Informationen zu dem Virus zurückgehalten und bewusst Falschinformationen zu den Ursprüngen der Pandemie verbreitet zu haben. „Sie waren das erste Land, das von den Risiken dieses Virus für die Welt wusste, und sie haben die Weitergabe dieser Informationen wiederholt verzögert“, beklagte Pompeo.

Die Kommunistische Partei Chinas habe Wissenschaftler und Experten aus den USA, die sich vor Ort ein Bild hätten machen wollen, nicht zugelassen. Außerdem hätten hochrangige Vertreter der Partei „verrücktes Gerede“ darüber verbreitet, ob die USA das Virus nach China gebracht hätten. Auch in sozialen Medien sei dies gestreut worden. Pompeo sagte, die G7-Vertreter seien sich bei ihren Beratungen alle dieser „Desinformationskampagne“ der Chinesen bewusst gewesen.

19:10 Uhr – Jugendliche gehen offenbar auf Mann los, weil er um mehr Abstand bittet

In einem hessischen Supermarkt sind Kunden in einen heftigen Streit über den richtigen Abstand zueinander geraten. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein 47-jähriger Mann am Mittwoch in Raunheim (Kreis Groß-Gerau) den Eindruck, dass der Abstand zwischen ihm und zwei weiteren Kunden im Kassenbereich zu gering war. Zwei von ihm angesprochene 19-Jährige sollen in dem zunächst verbal ausgetragenen Streit auf den Älteren losgegangen sei, wie die Polizei mitteilte. Der 47-Jährige wurde leicht verletzt. Die Polizei leitete gegen die jungen Männer ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.

24.03.2020, Sachsen, Dresden: Markierungsband im Abstand von 1,50 Meter ist auf den Fußboden in einem Supermarkt geklebt. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen hat die Bundesregierung das öffentliche Leben weiter erheblich eingeschränkt.

In vielen Supermärkten, wie auch in diesem hier in Dresden, sind inzwischen Markierungen auf dem Boden angebracht, die dabei helfen sollen, den nötigen Abstand zu anderen Kunden zu wahren.

© dpa, Robert Michael, ert

19:05 Uhr – Betrüger bieten vermehrt Fake-Medikamente an

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnt vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus. Kriminelle nutzten die Sorge vor der Pandemie, erklärte von der Leyen am Dienstag. «Unsere Angst wird ihre Geschäftsidee.»

Die Zahl von Internet-Delikten habe zugenommen, ebenso die Zahl von falschen Arzneien, Sprays und Ähnlichem. Von der Leyen unterstrich jedoch Fahndungserfolge, die die europäische Polizeibehörde Europol jüngst vermeldet hatte. Mehr als 4,4 Millionen Packungen nicht zugelassener Medikamente seien beschlagnahmt, 37 Verbrecherbanden zerschlagen und 121 Menschen festgenommen worden. 2500 Links zu Webseiten oder Social-Media-Kanälen seien aus dem Netz entfernt worden.

Bürger sollten sich immer vergewissern, ob Betreiber einer Webseite wirklich seriös seien, riet von der Leyen. Und sollte einmal ein Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sein, dann würden dies Regierungen und öffentliche Institutionen offiziell mitteilen. «Dann werden Sie das aus einer vertrauenswürdigen Quelle erfahren», fügte die Kommissionschefin hinzu.

Ihre Behörde hatte schon vorige Woche vor Betrügern gewarnt: Im Internet würben sie mit falschen Versprechungen für überteuerte Atemmasken, Desinfektionsmittel und andere Produkte.

19:00 Uhr – Banken schließen Filialen

Um Mitarbeiter und Kunden vor einer Corona-Infektion zu schützen, schließen Banken jetzt teilweise ihre Filialen. Über eine unzureichende Versorgung mit Bargeld müssen sich Kunden aber keine Sorgen machen, versichert der Bankenverband. Trotzdem bitten fast alle Banken ihre Kunden, verstärkt auf Online- und Telefon-Beratung zurückzugreifen.

Welche Banken Filialen schließen, können sie hier nachlesen.

18:49 Uhr – Betrüger kontrollieren Passierscheine

Die Stadt Cottbus hat vor Betrügern gewarnt, die sich während der Corona-Krise als Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausgeben. Sie würden in den Stadtteilen Sandow und Spremberger Vorstadt Passierscheine kontrollieren und verlangten Strafgeld, wenn die Angesprochenen diese nicht vorweisen können, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch berichtete. Es gebe keine Passierscheine und das Ordnungsamt kassiere auch in keinem Fall Bargeld auf der Straße.

Auch in Prenzlau (Kreis Uckermark) treiben sich Betrüger herum. Bürger erhielten Telefonanrufe, die sie dazu aufforderten, bei einer bestimmten Person im Gesundheitsamt des Landkreises unter einer Handynummer anzurufen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Bei Unsicherheiten solle man sich an den zentralen Empfang in der Kreisverwaltung wenden und nachfragen, ob die angegebene Person dort arbeite und sich gegebenenfalls dahin verbinden lassen.

18:30 Uhr – Polizei macht Durchsagen in Leipzig

In Leipzig versucht die Polizei alles, um die Menschen zu informieren und aufzurufen, sich an die Regeln zu halten.

18:24 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Junge dürfen als erste wieder raus

Die Bundesregierung will die strengen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun später einmal zunächst für junge und gesunde Menschen wieder lockern. Der CDU-Politiker sagte am Mittwoch in der Social-Media-App Jodel: «Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dürfen wieder mehr auf die Straße.»

Aktuell hänge viel davon ab, ob die Infektionskurve mit den beschlossenen Maßnahmen flach gehalten werden könne. «Das zeigt sich in den nächsten zwei Wochen», sagte Braun. Dann könne man hoffentlich auch die Frage nach einem Ende der Einschränkungen beantworten.

17:59 Uhr – Mehr als 400.000 Briten wollen Gesundheitsdienst helfen

In Großbritannien haben sich mehr als 400.000 Menschen gemeldet, um freiwillig dem Nationalen Gesundheitsdienst im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen. Premierminister Boris Johnson dankt auf einer Pressekonferenz den Freiwilligen für ihre Hilfsbereitschaft. Die Regierung habe am Dienstagabend dazu aufgerufen und die Hoffnung geäußert, dass sich in einigen Tagen 250.000 Menschen melden. „Aber binnen nur 24 Stunden haben 405.000 Bürger auf den Appell geantwortet.“

17:45 Uhr – Deutsche Ärzte bereiten sich darauf vor, zu entscheiden wer überleben soll und wer nicht

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, bereiten sich deutsch Ärzte darauf vor, bald zu entscheiden, wer überleben soll und wer nicht. Mediziner sprechen von der der sogenannten Triage.

Hintergrund ist, dass die Experten davon ausgehen, dass auch bald in Deutschland nicht genügend Intensivbetten gibt, um alle Corona-Patienten zu behandeln. Dann müssen Ärzte entscheiden, wer die besten Voraussetzungen hat, zu überleben.

Das wird dann nicht nur Corona-Patienten betreffen. Auch Menschen, die wegen ganz anderer Dinge auf der Intensivstation liegen, sind betroffen.

Sieben medizinische Fachgesellschaften haben deshalb nun Handlungsempfehlungen herausgegeben.

17:41 Uhr – Drogeriekette Rossmann erhöht Sicherheitsregeln in Märkten

Die Drogeriemarktkette Rossmann erhöht bundesweit noch einmal ihre Vorsichts- und Hygienemaßnahmen in den Filialen, um das Risiko weiterer Corona-Ansteckungen zu begrenzen. So soll es an den Kassen einen Plexiglasschutz gegen mögliche Tröpfcheninfektionen sowie gesonderte «Abstandsregler» geben. Die Fototerminals werden vorübergehend geschlossen, der Service läuft online weiter. Toiletten stehen den Kunden ab sofort nicht mehr zur Verfügung, dasselbe gilt für Wickeltische und Kaffeemaschinen. «Aus hygienischen Gründen werden alle Tester aus den Verkaufsräumen entfernt», ergänzte das Unternehmen aus Burgwedel. «Ebenso werden alle Testerstationen für elektrische Zahnbürsten und Rasierer/Haarschneider geschlossen.»

In manchen Filialen überwachen inzwischen vermehrt Sicherheitskräfte die Lage. «Diese unterstützen sowohl bei der Steuerung des Zutritts sowie der Vermeidung von Warteschlagen als auch beim Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen.» Von den Standorten gebe es jedoch auch «viel positives Feedback» zum Verhalten der Kunden.

17:28 Uhr – In Bayern prüft Gericht, ob Ausgangssperre rechtmäßig ist

Die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise müssen vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof überprüft werden. Es seien zwei Normenkontrollanträge eingegangen, über die im Eilverfahren entschieden werden solle, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch in München. Die Antragsteller wehren sich gegen die Verordnung der Staatsregierung, die unter anderem das Verlassen der Wohnung nur noch mit triftigen Gründen erlaubt. Zunächst bekommt nun die Staatsregierung Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit einer Entscheidung des zuständigen Senats sei deshalb voraussichtlich nicht mehr in dieser Woche zu rechnen, sagte die Gerichtssprecherin.

17:26 Uhr – Bayerns Unis planen trotz Corona mit Sommersemesterstart am 20. April

Trotz der nicht ansatzweise kalkulierbaren Entwicklung in der Corona-Krise planen Bayerns Universitäten und Hochschulen mit einem Vorlesungsbeginn am 20. April. «Ein Ausfall des gesamten Sommersemesters ist für uns keine Option», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Das Coronavirus stelle jeden vor bislang unbekannte, große Herausforderungen. «Dennoch müssen wir in dieser Extremsituation einen möglichst kühlen Kopf bewahren und klug und verantwortungsvoll handeln. Unter den Hochschulen herrscht Konsens, dass das Sommersemester 2020 stattfinden soll.»

Der Freistaat und seine Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen setzen daher alles daran, den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 am 20. April 2020 starten zu können – wenn auch voraussichtlich unter veränderten Rahmenbedingungen. So würden die Online-Angebote täglich erweitert und alternative Lehrkonzepte entwickelt.

17:14 Uhr -EU-Seuchenschutzbehörde glaubt nicht, dass Coronavirus im Sommer verschwinden wird

Die EU-Seuchenschutzbehörde hält es für unwahrscheinlich, dass das neuartige Coronavirus im Sommer verschwinden wird. Mit dieser Warnung dämpft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) Hoffnungen, dass steigende Temperaturen dem Virus den Garaus machen. Frühere Coronaviren waren in den Sommermonaten nicht aufgetreten.

17:02 Uhr – Zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. «Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.»

Die wichtigsten Videos zur Corona-Krise finden Sie hier

16:30 Uhr – Bundestag setzt Schuldenbremse aus

Der Bundestag lockert mit sehr großer Mehrheit die Schuldenbremse im Grundgesetz, um ein Hilfspaket von Hunderten Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise zu finanzieren. Für die Ausnahme von der Schuldenbremse stimmen 469 Abgeordnete, bei drei Gegenstimmen und 55 Enthaltungen, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mitteilt. Neben der Koalition aus Union und SPD hatten FDP, Linke und Grüne ihre Zustimmung angekündigt.

16:24 Uhr – Olypmische Spiele verschoben – und nun?

Die Würfel sind gefallen: Die Olympischen Spiele finden in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Die Folgen und Auswirkungen sind enorm. Wann genau die Spiele jetzt stattdessen stattfinden, welche Auswirkungen das zum Beispiel auf die Leichtathletik- oder die Schwimm-WM hat – wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

16:00 Uhr – Kultusministerkonferenz: Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilte, vereinbarten die Länder, dass „zum heutigen Zeitpunkt“ eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen.

„Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist“, heißt es in dem Beschluss weiter.

Schleswig-Holstein war zuvor von seinen Plänen abgerückt, die Schulabschlussprüfungen in diesem Schuljahr wegen der Corona-Krise ausfallen zu lassen. Für das Vorhaben soll es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in der KMK-Schaltkonferenz deutliche Kritik von fast allen Ländern gegeben haben.

15:53 Uhr – Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer

Saisonarbeitskräften und Erntehelfern werde „bis auf weiteres“ die Einreise nach Deutschland im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen ab 17.00 Uhr nicht mehr gestattet, teilt das Bundesinnenministerium mit. Dies habe Innenminister Horst Seehofer zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren angeordnet. „Die Regelung gilt für Einreisen aus Drittstaaten, Großbritannien sowie EU-Staaten, die den Schengen-Besitzstand nicht voll anwenden (u. a. Bulgarien und Rumänien) und für Staaten, zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt wurden.“ Der Bauernverband hatte gefordert, den Einreisestopp „so kurz wie möglich zu halten.“ In der Landwirtschaft arbeiten jedes Jahr nahezu 300.000 Saisonkräfte vor allem aus Rumänien und Polen.

14:37 Uhr – Großer Ansturm auf Corona-Hilfsprogramm

In den ersten zwei Tagen nach Start des Corona-Hilfsprogramms für deutsche Unternehmen sind bei der staatlichen Förderbank KfW Kreditanträge von mehr als drei Milliarden Euro eingegangen. Insgesamt lagen Dienstagabend 76 Anträge über 3,18 Milliarden Euro vor, wie die KfW am Mittwoch auf ihrer Internetseite mitteilte. Darunter seien acht Anträge im Volumen von 3,16 Milliarden Euro. Der weitaus größte Teil der Kreditanträge liege im Bereich zwischen 20.000 bis 35.000 Euro und werde für Betriebmittel benötigt, erläuterte ein Sprecher.

Der große Ansturm steht der staatlichen KfW aber noch bevor: Die privaten Geldhäuser, die Sparkassen und Volksbanken berichteten in den vergangenen Tagen von tausenden Anrufen von Firmen, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und dringend Liquidität brauchen. Alleine bei der Deutschen Bank sind in den vergangenen beiden Tagen mehr als 10.000 Anfragen mit einem Finanzierungsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich eingegangen, wie Vorstandsmitglied Stefan Hoops auf Linkedin erklärte.

14:13 Uhr – Antworten auf wichtige Fragen zum Coronavirus

Ist man nach einer überstanden Infektion immun gegen das neue Coronavirus? Stimmen die Gerüchte, dass Ebola-Medikamente gegen das Coronavirus helfen? Diese und andere Fragen hat uns Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrum Bioscientia, beantwortet.

13:46 Uhr – Einreisestopp gilt nicht für Pflegekräfte etwa aus Osteuropa

Um die Coronavirus-Ausbreitung zu bremsen, hat das Innenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Davon sind die dringend benötigten Pflegekräfte etwa aus Osteuropa nicht betroffen. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage erläuterte, dürfen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit aus berufsbedingten Gründen einreisen – unter anderem Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Berufspendler. Dies sei durch Unterlagen wie Arbeitsverträge oder Auftragsunterlagen zu belegen. In der Pflege in Deutschland arbeiten viele Beschäftigte aus osteuropäischen Ländern. Erntehelfern hingegen und anderen Saison-Arbeitskräften wird ab 17.00 Uhr im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert.

13:28 Uhr – NRW lässt Gefangene mit geringer Haftdauer frei

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus zu minimieren, werden in Nordrhein-Westfalen etwa 1.000 Inhaftierte entlassen. Per Erlass hat NRW-Justizminister Peter Biesenbach die Leiter der Justizvollzugsanstalten angewiesen jene Gefangene zu entlassen, die nur noch eine Haftstrafe von bis zu 18 Monaten verbüßen müssen. Von der Maßnahme ausdrücklich ausgenommen sind Sexualstraftäter. Andere Bundesländer arbeiten an vergleichbaren Regelungen, so Biesenbach.

Durch die Entlassungen soll Platz in den Gefängnissen geschaffen werden, um mögliche Infizierte isolieren zu können. Außerdem sollen Verurteilte, die Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr verbüßen müssen, gar nicht erst in Haft genommen werden. Aktuell gibt es unter den 16.000 Inhaftierten und Verwahrten in NRW keinen Coronavirus-Infizierten.

13:12 Uhr – Teenager in den USA womöglich an Corona gestorben

In Kalifornien ist nach Angaben der Behörden ein Minderjähriger womöglich an dem Cornonavirus verstorben. Der Jugendliche aus dem nordkalifornischen Lancaster soll vor der Erkrankung bei „guter Gesundheit“ gewesen sein.

Der Todesfall schlägt in den USA hohe Wellen. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, nutze den Fall als Warnung. „Dies kann auch euch treffen“, sagte der Politiker und richtete sich damit ausdrücklich auch an die jungen Menschen. Sie seien vorrangig diejenigen, die sich den aktuellen Regeln widersetzen würden.

Das zuständige Gesundheitsamt hat nun eine genaue Untersuchung des Falls veranlasst. Auch wenn Coronatests bei dem minderjährigen Patienten zuvor positiv gewesen seien, wolle man eine andere Todesursachen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vollkommen ausschließem.

12:53 Uhr – Aktuelle Zahlen: Über 34.000 Infizierte in Deutschland

Hier der Überblick:

  • Italien               69.176 Infizierte       6.820 Tote
  • USA                  55.250 Infizierte          703 Tote
  • Spanien            47.610 Infizierte        3.434 Tote
  • Deutschland:     34.009 Infizierte           172 Tote
  • Frankreich:        22.637 Infizierte        1.102 Tote
  • Weltweit:          435.006 Infizierte      19.625 Tote

Quelle: Johns Hopkins Universität

12:45 Uhr – Auswärtiges Amt hat über 150.000 Urlauber zurückgeholt

Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit den Reiseveranstaltern inzwischen mehr als 150.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber zurückgebracht, wie ein Sprecher sagt. Zum Zeitpunkt der weltweiten Reisewarnung seien etwa 200.000 Deutsche im Ausland gewesen.

Die Rückholungen gingen weiter. Das Augenmerk richte sich nun auf die schwierigeren Fälle, wo das Ausfliegen nicht so leicht möglich sei.

12:33 Uhr – Schutz vor Coronavirus: Mastercard hebt Limit für kontaktloses Bezahlen an

Mastercard hat die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne Eingabe einer Pin-Nummer in der Coronavirus-Krise von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Erhöhung gilt für Deutschland und weitere europäische Länder, wie Mastercard mitteilte.

Aktuell würden 75 Prozent der Mastercard-Transaktionen in Europa kontaktlos durchgeführt. Viele Geschäfte ermutigen Kunden, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Virenübertragung über Bargeld oder die Bankkarte zu verhindern.

12:11 Uhr – Spanien hat mehr Coronavirus-Tote als China

3.434 Menschen sind in Spanien am Coronavirus gestorben. Das hat die spanische Regierung mitgeteilt. Damit hat das südeuropäische Land mehr Coronavirus-Tote als China, wo das Virus in Wuhan zuerst ausgebrochen ist. In Spanien ist die Zahl der Toten nach Regierungsangaben innerhalb eines Tages um 738 gestiegen. Berichte über knapp werdende Beatmungsgeräte und emotionale Video-Botschaften – „Mit über 75 Jahren lassen Sie uns einfach sterben“ – zeigen wie dramatisch die Lage ist.

Zahlen für die Infizierten in Deutschland – auch in den einzelnen Bundesländern – finden Sie in dieser interaktiven Karte.

11:47 Uhr – Medienbericht: Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist nach einem Bericht des Fernsehsenders ITV positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr Informationen zur Covid-19-Erkrankung des 71-Jährigen finden Sie hier.

11:15 Uhr – US-Bundesstaaten Texas und Ohio verbieten Abtreibungen während der Corona-Krise

Um die Krankenhäuser während der Corona-Pandemie zu entlasten, werden in vielen Ländern alle medizinisch nicht dringend notwendigen Eingriffe verschoben. In zwei US-Bundesstaaten trifft diese Regelung auch auf Abtreibungen zu. Frauenrechtler sind empört. Hier die ganze Geschichte.

10:50 Uhr – Nach 10 Todesfällen in Würzburger Altenheim: Alle Bewohner und Mitarbeiter werden getestet

In der schwer vom Coronavirus betroffnenen Senioreneinrichtung St. Nikolaus in Würzburg sind inzwischen zehn Heimbewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Alle waren hochbetagt und hatten Vorerkrankungen, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei einer Pressekonferenz. Jetzt werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet. Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, so Schuchardt weiter. Noch gibt es wohl keine Entscheidung darüber, ob positiv auf das Coronavirus getestete Heimbewohner künftig anderweitig untergebracht werden sollen.

10:09 Uhr – RKI veröffentlicht neue offizielle Zahlen für Deutschland

The head of the Robert Koch Institute Lothar Wieler addresses a news conference on the coronavirus disease (COVID-19) in Berlin, Germany, March 23, 2020. Bernd von Jutrczenka/Pool via REUTERS

The head of the Robert Koch Institute Lothar Wieler addresses a news conference on the coronavirus disease (COVID-19) in Berlin

© Bernd von Jutrczenka/dpa, POOL, joh/

In Deutschland wurden bis Mitternacht 31.554 Fälle Coronavirus-Fälle auf offiziellen Kanälen von den Gesundheitsämtern an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Das ist eine Zunahme von 4118 Fällen im Vergleich zum Vortag. 149 Menschen sind bisher in Deutschland am Coronavirus verstorben, das sind 35 mehr als am Vortag.

Deutschlandweit sind 38 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Die Betroffenen sind im Durchschnitt 45 Jahre alt, die Verstorbenen im Schnitt 81 Jahre. Diese Zahlen gab Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts am morgen in Berlin bekannt.

Derzeit kann das Institut keine Aussage darüber treffen, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher „noch einige Wochen“ im Land bleiben. Wieler ist aber optimistisch, dass die Maßnahmen greifen. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben.

Weitere Details aus der Pressekonferenz haben wir hier zusammengefasst.

09:35 Uhr Vizekanzler Scholz: Gibt kein Drehbuch für Krisenbewältigung

Die Bundesregierung tue alles Mögliche und alles Nötige, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern. „Dafür gibt es kein Drehbuch“, sagt Finanzminister Olaf Scholz im Bundestag. Es gehe um drei Dinge: gute Gesundheitsversorgung, Sicherung des Lebensunterhalts von Betroffenen, Schutz von Arbeitsplätzen und Unternehmen.

„Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist“, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Debatte über das Hilfspaket. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. „Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität.“ Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. „Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen.“

Scholz dankte Menschen wie Ärzten, Verkäufern und Busfahrern, die das öffentliche Leben am Laufen halten. «Sie leisten Großes in diesen Tagen.»

09:27 Uhr – US-Ärzte „hamstern“ Medikamente für sich selbst

Einige Ärzte in den USA legen sich einen Vorrat an möglicherweise wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus an – allerdings nicht für Patienten, sondern für sich selbst. Die „New York Times“ berichtet, stellen Ärzte in mehreren Staaten Rezepte für sich und ihre Familien aus. Wie die Behörden versuchen gegenzusteuern, können Sie hier nachlesen.

09:05 Uhr – Altkanzler-Ehefrau Schröder-Kim trägt Mundschutz

HANDOUT - 23.03.2020, Niedersachsen, Hannover: Soyeon Schröder-Kim (49) trägt beim Einkaufen oder Spazierengehen einen Mundschutz. (zu dpa

Altkanzler-Ehefrau Schröder-Kim trägt Maske

© dpa, –, jol kno

Auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Ehefrau Soyeon Schröder-Kim sitzen im Homeoffice in Hannover fest. Doch wenn die Koreanerin einkaufen geht, trägt sie einen Mundschutz, den sie sich wegen der Knappheit an Schutzmaterialien selbst gebastelt hat.

„Die Leute schauen mich etwas komisch an, wenn ich in der Öffentlichkeit einen Mundschutz trage. Da gab es schon den einen oder anderen misstrauischen Blick. Offenbar denken einige, dass jeder, der einen Mundschutz trägt, ansteckend sein könnte“, sagte sie der Deutschen Presse Agentur. In ihrer Heimat sei dies selbstverständlich, um andere Menschen zu schützen, sagt die 49-Jährige.

09:00 Uhr – Israel schränkt Bewegungsfreiheit massiv ein

Die Menschen in Israel dürfen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Ausnahmen gelten unter anderem für essenziell wichtige Arbeitsplätze, Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln sowie ärztliche Behandlungen. Die Maßnahme ist Teil einer Notstandsmaßnahme, die die israelische Regierung nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch beschlossen hat. Banken und Tankstellen sollen aber geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

08:50 Uhr – Vermittlungsportal für Erntehelfer wird „überrannt“

Das Jobvermittlungsportal für Erntehelfer wird laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „überrannt“. Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten, sagt sie dem „SWR“. Die Corona-Krise zeige zudem, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben. Es zeige sich auch, dass es sinnvoll sei, Lieferketten und Anfahrtswege bei Lebensmitteln möglichst kurz zu halten.

08:45 Uhr – Österreichs Regierung will Testkapazität stark steigern

„Das wichtigste Ziel ist: testen, testen, testen“, sagte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz. Die Bundesländer und der Gesundheitsminister sollen nun alles dafür tun, um die Test-Kapazitäten zu steigern, so Kurz weiter. Ziel sei, möglichst bis zu 15.000 pro Tag durchzuführen. Außerdem sollen Schnelltests verwendet werden.

Wie lange die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Österreich aufrecht erhalten werden müssen ist noch unklar. Noch fehlen die notwendigen Daten, um die Lage neu zu bewerten. Erst am Freitag sollen die notwendigen Daten vorliegen, bis dahin erbat sich Bundeskanzler Kurz Geduld. Ziel sei es aber, die Maßnahmen ab dem 14. April schrittweise zurückzufahren. 

08:19 Uhr – Gruppe junger Erwachsene in Oberhausen aufgegriffen – absichtlich gehustet

In Oberhausen haben Anwohner am Dienstagabend die Polizei gerufen, nachdem eine Gruppe junger Erwachsene sich auf einem Parkplatz getroffen und lautstark unterhalten hatte. Die 19- bis 22-Jährigen sollen die Warnungen der Anwohner wegen des Coronavirus-Kontaktverbots ignoriert und absichtlich gehustet haben. Die Reaktion der Polizei – und welche Strafen nun drohen, lesen Sie hier.

07:42 Uhr – Augsburg kassiert 55 Euro für Coronavirus-Verstöße

Während in Bayern noch an einem landesweiten Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gearbeitet wird, hat die Stadt Augsburg bereits ein einheitliches Bußgeld festgelegt. Wer nach einer ersten Belehrung durch den Ordnungsdienst nicht Folge leiste, bekomme eine Anzeige, erklärte ein Sprecherin der Stadt. Im Sofortvollzug würden dann pro Person 55 Euro kassiert.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Dienstag angekündigt, dass ein Katalog mit Bußgeldhöhen erstellt werden soll, an denen sich die Kommunen orientieren können, wenn sie Verstöße gegen die Coronavirus-Vorschriften ahnden. Grundsätzlich können nach Angaben des Ministeriums Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Nordrhein-Westfalen hat bereits einen Bußgeld-Katalog vorgelegt, wie es in anderen Bundesländern aussieht, lesen Sie hier.

06:26 Uhr – USA: Einigung auf Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspaket

Die US-Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den Senatoren auf ein Hilfspaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie geeinigt. „Wir haben ein Abkommen“, sagte Präsidialamtssprecher Eric Ueland am Mittwoch. Verhandelt wurde seit Tagen über ein Paket, dessen Umfang Präsident Donald Trump mit zwei Billionen Dollar beschrieb.

Nach dem Senat muss dann auch noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden.

06:04 Uhr – Brasilien: Bolsonaro hält Virus für „Fantasie“ und fordert Rückkehr zur Normalität

A combination of picture shows Brazil's President Jair Bolsonaro adjusting his protective face mask during a press statement to announce federal judiciary measures to curb the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Brasilia, Brazil March 18,

Collage zeigt, wie Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro während seiner Ansprache mit dem Mundschutz kämpft

© REUTERS, UESLEI MARCELINO, UM LIM

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus erneut verharmlost und die Ausgangsbeschränkungen kritisiert. Bolsonaro bezeichnete es als „Fantasie“ und beschuldigte in einer Fernsehansprache die Medien, ein Gefühl der Angst zu verbreiten und forderte dazu auf, zur Normalität zurückzukehren. „Wenn ich mich mit dem Virus infiziere, bekomme ich nur eine ‚gripezinha‘ (kleine Grippe) oder ein ‚resfriadinho‘ (kleine Erkältung)“, sagte der Präsident.

Währenddessen protestierten wieder Tausende Brasilianer in mehr als einem Dutzend Städten. Es war der achte Tag in Folge der sogenannten panelaços, bei denen die Menschen auf Töpfe und Pfannen schlugen; auch „Lügner“ und „Bolsonaro raus“-Rufe wurden aus den offenen Fenstern laut. Der Präsident verweigert Maßnahmen wie Schulschließungen. Viele Brasilianer haben sich freiwillig in Quarantäne begeben. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2.201 von 1.891.

05:39 Uhr – Lage auf deutschen Intensivstationen noch relativ entspannt

Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich. Die DKG verwies auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur auf das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die Online-Datenbank zeigt die Verfügbarkeit von Intensivbetten in rund der Hälfte der Kliniken im Land an. Von konkreten Problemen auf den Intensivstationen infolge der Coronavirus-Pandemie sei der DKG bisher nichts bekannt.

DIVI-Präsident Uwe Janssens, Chefarzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, sagte der dpa: „Im Moment geht es noch. Wir spüren so langsam, dass doch mehr Patienten mit Covid-19-Erkrankung reinkommen.“ Dies seien aber nicht unbedingt alles Schwersterkrankte. Gernot Marx, Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der DGAI und Chefarzt der Klinik für Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Aachen iats sich jedoch sicher: „Die große Welle von Schwerkranken wird aber noch kommen, schätzungsweise in acht bis zehn Tagen.“

05:28 Uhr – Italien: Bis zu fünf Jahre Haft für Missachtung der Quarantäne

Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

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+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 24. März lesen Sie hier.+++

Mehr als 32.000 Infizierte in Deutschland – starker Anstieg in den USA

Ein letzter Blick für den Dienstag auf die aktuellen Zahlen in Europa und weltweit. Besonders die USA machen der WHO große Sorgen. Hier steigt die Anzahl der Infizierten und Toten sehr stark.

Hier der Überblick:

  • Italien               69.176 Infizierte       6.820 Tote
  • USA                 53.660 Infizierte          703 Tote
  • Spanien           39.885 Infizierte        2.808 Tote
  • Deutschland:    32.986 Infizierte          157 Tote
  • Frankreich:       22.622 Infizierte       1.102 Tote
  • Weltweit:        417.582 Infizierte      18.612 Tote

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