Arbeiten in der Coronakrise: Woche 1 im Homeoffice – unsere Premierenberichte

Arbeiten in der Coronakrise: Woche 1 im Homeoffice – unsere Premierenberichte



Volle Konzentration: Im Homeoffice ist bei geschlossenen Kitas für reichlich Ablenkung gesorgt.

Bild: www.plainpicture.com

Das Coronavirus macht es möglich: Seit diesem Montag sind so viele Menschen im Homeoffice wie nie zuvor, jeder Fünfte zum ersten Mal in seinem Leben. Was funktioniert gut, was fehlt? Unsere Premierenberichte.

Geht doch!

Homeoffice, schön und gut. Aber geht es mittlerweile nicht um etwas viel Größeres, um etwas, was die Arbeitswelt für immer verändern wird? Weil nach Corona keiner mehr zum Zustand davor zurück kann. Arbeitgeber können Homeoffice nicht mehr mit den üblichen Bedenken (geht technisch nicht, verführt zum Nichtstun, haben wir noch nie so gemacht) verweigern. Und Arbeitnehmer werden es energischer denn je einfordern. Corona lehrt schließlich: Geht doch! In diesem Sinne gehen wir im Homeoffice morgens also nicht an die Arbeit, wir nehmen an einem sehr großen Experiment teil. Wie aufregend! Diese Aufregung legt sich allerdings relativ schnell: Vor dem improvisierten Schreibtisch steht der Wäscheständer, was ästhetisch eine Zumutung, aber anders nicht zu organisieren ist; ständig klingelt es an der Tür (kommt der Paketbote sonst eigentlich auch dreimal am Tag?); und den Nachbarskindern zu erklären, dass man sie trotz Schulausfalls nicht auch noch nebenher in Deutsch und Sachkunde unterrichten kann, so wie die eigenen Kinder (soziale Distanz!) – das hat auch kein Homeoffice-Schwärmer auf der Rechnung. Das soll also die Zukunft sein? Nun gut, der Kaffee daheim schmeckt besser als in der Büroküche. Und die freie Kleidungswahl hat auch was für sich. Außer die Ehefrau sagt, dass das zerschlissene T-Shirt jetzt aber endlich mal gewechselt werden sollte. Aber so ist es mit dem Homeoffice insgesamt: Ob etwas ganz wunderbar ist in der neuen Arbeitswelt oder nur vorübergehend reizvoll, ob Chance oder Zumutung – das klärt sich nicht in wenigen Tagen. Sieht so aus, als müsste die Zukunft noch ein bisschen warten.

Uwe Marx



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